Mittwoch, 23. März 2016

Chronik einer Schiffshavarie

Montag, 14.03.2016, Tag 0
Gegen 21.00 Uhr ist der Tschechische Frachter "Albis" ist auf dem Weg Elbaufwärts in Richtung Tschechien als er beim passieren der Albertbrücke vom Kurs abkam und sich in folgedessen Quer stellte und an den Brückenpfeilern fest machte. Die Elbe wurde daraufhin für den Schiffsverkehr bis auf gesperrt. Tags darauf sollte über die Bergung des Kahns und die schnellstmögliche aufhebung der Sperrung beraten werden.

Dienstag, 15.03.2016, Tag 1:
Gegen 14.00 Uhr wurden zwei Versuche unternommen um den Havarierten Frachter wieder längs zur Elbe zu bekommen. Dafür kamen drei Schiffe, die Schlepper "Beskidy", "Vera" und "Rio 2", zu Hilfe. Nach zwei erfolglosen versuchen musste man über eine Entladung der "Albis" nachdenken um das Schiff leichter zu machen und den Tiefgang zu veringern. Mit einem Saugbagger wurde versucht die Ladung, 800 Tonnen Salz, zu bergen. Durch Feuchtigkeit des Salzes musste irgendwann diese Aktion unterbrochen werden, da ständig die Rohre verstopften.

Mittwoch, 16.03.216, Tag 2:
Der Saugbagger wurde durch einen größeren Ausgetauscht und die Bergung der Ladung wurde fortgesetzt. Am Donnerstagmorgen soll ein weiterer und leistungsfähiger Saugbagger die Arbeiten unterstützen.

Donnerstag, 17.03.2016, Tag 3:
Die Arbeiten an der "Albis" gehen gut voran und es werden nun rund um die Uhr die Laderäume entleert. 

Freitag, 18.03.2016, Tag 4:
Es wurde die Nacht durch gearbeitet und bisher wurden rund 120 Tonnen der 800 Tonnen Ladung geborgen. Am Sonnabend soll zudem über den Wasserweg aus Tschechien ein Schwimmbagger sowie mehrere Ladungsfreie Schiffe am Unglücksort eintreffen. Mit dem Schwimmbagger soll die Entladung 3-4 mal so schnell erfolgen, wie 

Montag, 21. März 2016

Albis, ein Schiff stellt sich quer, Tag 7

Albis ein Schiff stellt sich Quer
Albis, ein Schiff stellt sich quer - Es ist Montag und seit knapp 7 Tagen blockiert ein Schiff genau an der Albertbrücke die Elbe in und aus Richtung Tschechien. Albis heißt der Schlepper und sollte Salz in die Tschechische Republik bringen. Beim passieren der Albertbrücke in Dresden, kam der Kapitän wegen Motorschadens vom Kurs ab und beim Gegenlenken stellte sich das Schiff dann quer und machte direkt an den Brückenpfeilern fest. Weder vor noch zurück ging es für die Albis und so blockierte fortan das Schiff die Elbe. Um den Kahn zu Bergen, versuchte man die Ladung, 800 Tonnen Salz, vom Schiff zu bekommen, aber das gelang anfangs nicht so richtig. Erst mit Hilfe eines Baggerschiffes ging es mit der Entladung flott voran, aber da stand die Albis auch schon 5 Tage an der Albertbrücke. Am Tag 7 begann nun die Eigentliche Bergung des Frachters und zwar mit je einem Bergepanzer auf den Wiesen links und rechts der Elbe sowie einem Schlepper vom Wasser aus. Nur etwa 3-5 Minuten dauerte es und das Schiff stand wieder längs zur Elbe. Nach erfolgreicher Prüfung der Unglücksstelle konnte die Elbe wieder für den Schiffsverkehr freigegeben werden. Kurze Zeit später passierten auch schon die ersten Schlepper die Albertbrücke in Richtung Tschechien ohne diese zu berühren. GEHT DOCH!

Samstag, 19. März 2016

Havarie an der Albertbrücke, Tag 5

Havarie an der Albertbrücke
Am Sonnabend kam Hilfe aus Tschechien auf dem Wasserweg zum Havarierten Schiff ihrer Landsleute an der Dresdner Albertbrücke. Ein Baggerschiff entleerte unter anderem fleißig die Laderäume des Unglücks-Frachters, sodass am Montag die Bergung des Schiffes erfolgen kann. Für dieses Vorhaben sollen Bergepanzer aus Tschechien nach Dresden gebracht werden und die jeweils Links und Rechts der Elbe an Stahlseilen das Schiff in die Richtige Richtung ziehen sollen. Seit Montagabend blockiert der Kahn nun die Elbe in Höhe der Albertbrücke und der Schiffsverkehr ist an dieser Stelle unterbrochen. Die Ausflugsdampfer der Sächsischen Dampfschifffahrt zeigen den Touristen nun die Radebeuler Weinberge und die Albrechtsburg in Meißen statt das Blauen Wunder und das Pillnitzer Schloss.

Freitag, 18. März 2016

Frachter blockiert weiter die Elbe, Tag 4

Frachter blockiert weiter die Elbe in Dresden
Die Elbe bleibt weiterhin ab Albertbrücke in Richtung Tschechien gesperrt, der Grund ist weiterhin die Havarie des Salz-Frachters. Den gesamten Freitag wurde die Ladung von Land aus geborgen, am Sonnabend kommt Hilfe vom Wasser in Form eines Baggerschiffes. Um das dann leichter gewordene Schiff frei zu bekommen, sollen jeweils Links und Rechts der Elbe Bergepanzer helfen. Diese Aktion soll dann am Montag starten und schnell den erwünschten Erfolg bringen. Hatte die Dampfschifffahrt im letzten Jahr mit dem Niedrigwasser zu tun, so zwingt ein solcher Schiffsunfall diese wieder zum Stillstand. Auch der Saisonstart, der für diese Woche ausgerufen wurde, musste nun verschoben werden. Eins ist allen klar, dass der Frachter so schnell wie nur möglich dort weg muss, denn ein Fluß lebt nunmal von seiner Schifffahrt und diese findet ja nun gerade nicht statt. 

Donnerstag, 17. März 2016

Frachter blockiert weiter die Elbe, Tag 3

Havarie Albertbrücke
Der Tschechische Havarierte Frachter, ich berichtete, liegt immer noch quer zur Elbe und erste Hilfsmaßnahmen scheiterten. So musste in der ersten Nacht das Absaugen der Ladung gestoppt werden, da das feucht gewordene Salz verklumpte und den Saugbagger verstopfte. Die Nächsten Versuche die Ladung abzupumpen begannen dann am Tag darauf und hielten bis in die Abendstunden an. Das THW sorgte in der Dunkelheit für Licht, wie lange die Arbeiten allerdings noch dauern werden, kann keiner so recht sagen. Zahlreiche Schaulustige zog es an die Albertbrücke, für die es natürlich ein Schauspiel war. Alles andere als ein Schauspiel ist es für alle Beteiligten an der Beseitigung der Havarie. Das Wasser- und Schifffahrtsamt war sich aber sicher: "Am Wochenende ist die Elbe wieder befahrbar."

Tschechischer Frachter blieb an Albertbrücke hängen

Tscheschicher Frachter blieb an Elbbrücke hängen
Erst am 27. Dezember 2015 blieb ein Frachter aus Tschechien an der Marienbrücke in Dresden hängen. Bei Niedrigwasser hatte sich der Frachter festgefahren. Der Kapitän kam wohl durch einen Fahrfehler zu nah an das Ufer, die Gegenströmung drückte das Schiff dann gegen einen Brückenpfeiler. Erst eine "Welle" aus Tschechien brachte den Frachter einen Tag später wieder in ein sicheres Fahrwasser. Knapp 3 Monate später blieb nun wieder ein Frachter an einer Dresdner Elbbrücke hängen. Diesmal an der Albertbrücke und diesmal stellte sich der Kahn quer zur Elbe. Der mit 800 Tonnen Salz beladene Frachter war auf dem Weg Elbaufwärts, als der Kapitän Maschinenprobleme bemerkte. Das Heck des Schiffes war da bereits auf Abwegen in Richtung Brückenpfeiler. Der Kapitän versuchte noch durch Gegensteuern eine Kollision zu verhindern, aber da stellte sich das Schiff schon quer. Alle Rettungsversuche (Freischiffen, Salz abladen) scheiterten bisher und nun werden am Donnerstag und eventuell am Freitag weitere Maßnahmen ergriffen, um die Elbe wieder frei und befahrbar zu bekommen. Alle Beteiligten sind sich dabei einig: "Bis zum Wochenende soll die Elbe wieder frei sein."

Übersicht Dresdner Brücken
Links befindet sich die Marienbrücke und Rechts befindet sich die Albertbrücke